Alle Zusatztermine erneut ausverkauft
Auch die Verlängerungstermine sind schon wieder ausverkauft!
„Bitte zwick mich, ich glaube, ich träume“, waren die Worte von Herbert Treutinger, als er gestern im Ticketshop bei allen 24 Vorstellungen in roten Buchstaben das Wort „ausverkauft“ gelesen hat. Und der Traum geht weiter, ständig erreichen uns Anfragen nach weiteren Tickets. Deshalb werden zusätzliche Shows für Mai 2026 geplant.
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Wie alles begann
Seit Herbert Treutinger in der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Junge Musik e. V. am 25. November 2023 angekündigt hat, dass er ein bayerisches Steinzeit-Musical aufführen möchte, ist einiges geschehen.
Entstehung des Musicals
In enger Zusammenarbeit mit Konrad Lents, Tine Aigner-Scheuchl und Simon Kehm wurde das Grundgerüst des Musicals, basierend auf Treutingers Bühnenstück, finalisiert. Neben Melodien von Lents komponierten die Musiker Michael Ernst, Pat Müller und Peter Mailhammer eingängige Songs. Die Arrangements der Stücke wurden von den drei Musikern im engen Austausch ausgearbeitet. Pat schildert die Arbeit als neue Erfahrung: „Normalerweise kommt der Song zu einem – hier ist erst die Szene, zu der der Song passen muss.“ Peter ergänzt: „Einer von uns Dreien gab den initialen Input, dann wurde gemeinsam ausgearbeitet – und dann kamen die Rückmeldungen.“ Mike lacht: „Dann hörten wir wieder einmal von Hörb: ‚Das Stück ist der Chef.‘ Ob wir wollten oder nicht, mussten wir bestimmte Aspekte einbauen.“ Jeder Musiker weiß, dass solche Änderungen wieder Stunden im Musikkeller bedeuten.
Proben und musikalische Qualität
Bereits im Herbst 2024 begannen die Proben für die 50 Ensemblemitglieder, wobei jede Rolle konsequent doppelt besetzt wurde. Unter der musikalischen Leitung von Konrad und mit Andrea Klinger als Vocal Coach wurden zunächst die Gesangsparts intensiv einstudiert. Dann wurde der Gesang mit Schauspiel- und Tanzproben verbunden, teils in verschiedenen Gruppen geleitet von Herbert, Simon, Tine und Andrea. Nachdem ein sehr hohes gesangliches Niveau erreicht war, erfolgte im September die professionelle Aufnahme des Soundtracks in einem Tonstudio. Dies sichert eine optimale musikalische Qualität bei den Aufführungen. Dennoch wird der Gesang selbstverständlich – wie gewohnt – live dargeboten.
Weitere Gewerke: Bühnenbau, Maske, Kostüme
Parallel dazu schreiten die Arbeiten in den weiteren Sparten wie Bühnenbau, Maske und Kostüm voran – inzwischen sind 100 Mitwirkende beteiligt.
Umzug auf die große Bühne
Leuchtende Augen und riesige Freude – was an das typische Bild von Kindern an Weihnachten erinnert, zeigte sich kürzlich beim Ensemble des Förderkreises Junge Musik, als es zum ersten Mal auf seiner Bühne spielen konnte.
Bisher wurde in der Geschäftsstelle in Geisenhausen geprobt, nun verlagert sich das Geschehen in den größeren Rahmen der Bühne im Schloss Neufraunhofen. „Wahnsinn!“, entfuhr es Ursula Kloidt, als sie die Bühne zum ersten Mal sah: „Man hatte schon eine Vorstellung, aber die Bühne übertrifft diese um Längen!“ Und das, obwohl es noch eine Baustelle ist.
Fortschritte in Schauspiel, Tanz und Gesang
Auch die Choreografin, Tine Aigner-Scheuchl, ist optimistisch: „Selbst nach über einem Jahr Probe müssen die Tanzparts oft wiederholt und verfeinert werden, aber wir sind vom zeitlichen Ablauf gut dabei. Ich bin zuversichtlich, dass wir einigermaßen entspannt zur Premiere kommen.“ Mariella Mailhammer, mit 14 Jahren das jüngste Mitglied, beschreibt die Proben als „teilweise ganz schön anspruchsvoll“. Ebenso wie ihre Rollenpartnerin Emma Ernst rühren sie die „alten Hasen“ mit ihren wunderschön gespielten Szenen. Die Gruppe vereint langjährig erfahrene Laien-Schauspieler mit neuen Kräften und frischen Ideen. Die Anforderung an alle ist klar: Spaß haben und motiviert sein. Die größte bisherige Herausforderung ist das gleichzeitige Tanzen und Singen – und das dann auch noch in korrekter Tonlage und Artikulation. Simon Kehm, Co-Regisseur des Musicals, zeigt sich jedoch zuversichtlich: „Wir kriegen das hin! Alle sind mit solchem Herzblut dabei.“
Kreativität und Teamgeist als Erfolgsrezept
Von der Kulisse und dem Stück motiviert, probt die Theatergruppe nun seit einem Monat im Schloss – das Besondere dabei: Jeder hat eine „riesen Gaudi“ und darf sich aktiv einbringen. Der häufigste Satz bei einer Probe lautet: „Ich habe da mal eine Idee!“ Diese Eigeninitiative ist das Erfolgsrezept dieses Comedymusicals: In jeder Probe wird geschwitzt, gepaukt und, noch viel wichtiger, stundenlang gelacht, um am Ende ein humoristisches Stück vorführen zu können, das viele Arten von Humor anspricht. Ähnlich wie Anton Attenberger es beschreibt, sagen viele: „Es ist wahnsinnig viel Arbeit und sehr zeitintensiv, aber dank der tollen Stimmung fühlt es sich nicht so an, da man mehr Energie erhält, als man hineinsteckt.“
Die nächsten Schritte bis zur Premiere
Von dieser Energie angetrieben, wird die Gruppe nun drei weitere Monate intensiv proben, um den erlebten Spaß an das Publikum weitergeben zu können.
Der Regisseur und Autor Treutinger verrät: „Es ist einfach unbeschreiblich. Am Anfang existieren ja nur Gedanken in deinem Kopf und später auf Papier. Aber wenn dann die Figuren lebendig werden und das Steinzeitdorf aus meiner Fantasie entsteht, ist das ein überwältigendes Gefühl.“
Engagement weit über die Bühne hinaus
Viele Mitwirkende haben mehr als eine Rolle auf der Bühne und engagieren sich zusätzlich in verschiedenen anderen Bereichen. So gibt es beispielsweise die sogenannten „Batztermine“, an denen gemeinschaftlich die Kulissenteile gefertigt werden. Andere setzen sich im Marketing, bei der Maske oder beim Karten-Vorverkauf ein. Auf die Frage, wie dieser enorme Einsatz neben Beruf und Alltag zu bewältigen ist, erklärt Darstellerin Bärbl Würmseher, die zusätzlich die Bereiche Maske und Kostüm leitet, lachend: „Ja, man muss schon ein bisschen verrückt sein! Aber wenn viele Verrückte gemeinsam ein großes Ziel verfolgen und einfach Spaß dabei haben, was sie tun, dann klappt das schon!“
